Unternehmenslebenslauf

Bereits von Kindesbeinen an schnupperte Alwin Fiebus in den geschäftlichen Belangen seines Onkels Alois Thenen die rauhe Luft der Schaustellerwelt. Schnell erkannte er, daß hinter den süßen Düften von Mandeln, Popcorn und Waffeln harte aber interessante und abwechslungsreiche Arbeit steht. Von diesem Duft „verseucht“ begann er 1980 nach Beendigung seiner Bundeswehrzeit entgegen seiner beruflichen Ausbildung, die auf eine solide, risikoarme handwerkliche Tätigkeit schließen ließ, den Schritt in eine risikoreiche Selbständigkeit. Der Startschuß zu diesem Wagnis war die Geburt seiner Tochter Nicole.

Fortan zog er ausgestattet mit bescheidenen Eigenkapitalmitteln mit seiner kleinen Familie von einer Veranstaltung zur anderen. In den verschiedensten Städten Deutschlands lernte er die Härte der Selbständigkeit kennen. Seine unternehmerischen Lehrjahre erfuhren so manchen Dämpfer. Doch sein Ehrgeiz ließ es nicht zu, seine beruflichen Visionen zu unterdrücken. Im Gegensatz zu seinem Mentor – Alois Thenen – (der seinen Neffen entgegen seiner Lebensphilosophie liebevoll für einen Streber hielt) entschied sich Alwin Fiebus sich nicht produktmonoton zu spezifizieren sondern sein gastronomisches Angebot in Tiefe und Breite ständig neu zu überdenken und zu überarbeiten. Der spartanische Gewinn wurde umgehend in neue Geschäfte oder neue Ideen investiert. Der anfangs oft von seinen Kollegen belächelte und nicht immer beliebte Newcomer etablierte sich mit und mit in die Reihen der alt- eingesessenen Schausteller.

Seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Aachen ließ ihn nie los. Wenn zwischen guten, auswärtigen und traditionellen, bodenständigen Veranstaltungen wählen konnte entschied er sich nur allzu gerne für Aachen.

Mit den Jahren wurde aus dem agilen Einzelkämpfer ein Unternehmer, der, neben seiner Tochter, die sich stark im operativen Bereich engagiert, eine Vielzahl von Mitarbeitern um sich schart und nun auch den Schritt in die feste Gastronomie wagte. Mit gestandenen Aachener Gastronomen betrieb er das Szenelokal „Pomm´Pös“ . Anschließend stürzte er sich ins nächste Gastronomieabenteuer und übernahm das kränkelnde Restaurant „Gasthaus zum goldenen Apfelbaum“. Diese gastronomische Zweigleisigkeit wurde jedoch auf Dauer immer problematischer. Die Vorstellung auf diese Art und Weise einen betrieblichen Bogen zu spannen, der mobile und feste Gastronomie ineinander greifen läßt, war ein theoretisches Denkmodell, das Sinn machte. Nachteil dieses gastronomischen Großkonzeptes war ein erhöhtes unternehmerisches Risiko sowie ein wachsender persönlicher Arbeitsaufwand, der zwangsläufig zur Vernachlässigung der spezifischen Arbeitsintensität führte.

Um am Markt optimale Voraussetzungen zu schaffen wurde der Kurs des unternehmerischen Schiffes korrigiert. Er kehrte wieder zu seinen Wurzeln zurück.

Die mobile Gastronomie ist sein zu erntendes Feld, das er durch die Vielfältigkeit seines Unternehmens für kurze Zeit vernachlässigte. Hier in diesem Bereich versucht er zusammen mit seinem Team Standards zu setzen. Mit seinem Slogan - mit Qualität in die Zukunft – arbeitet er ständig am Feinschliff seines Unternehmen, um den Erfordernissen des Marktes permanent gewachsen zu sein.